Menschliches Potenzial für wirtschaftliche Stärke
Im Wappen von Brensbach erkennt man eine blaue, gewellte Fläche. Darüber flackern rote Flammen. Der Legende nach weist das Motiv auf den Namensursprung der Gemeinde hin, die von drei Bächen umrahmt wird: Im Sonnenuntergang sah es so aus, als würde das Wasser regelrecht glühen.
Das Feuer am Brennen halten: Auch in der Wirtschaftslandschaft ist die Motivation von Mitarbeitern ein zentraler Zündfunke, um die treibenden Kräfte am Laufen zu halten. Bei Röchling Medical setzt man deshalb konsequent auf eine Unternehmenskultur, die dieses Potenzial als elementaren Bestandteil des Erfolgs in den Mittelpunkt rückt. Das beginnt bei flexiblen Arbeitszeitmodellen und reicht über eine individuelle Talentförderung bis zu umfangreichen Zusatzleistungen für die Belegschaft, die im Vorderen Odenwald rund 165 Mitarbeiter zählt.
Der Mensch im Mittelpunkt
„Der Mensch steht im Mittelpunkt“, sagt Personalleiterin Claudia Ptak. Als Hersteller von kundenindividuellen Kunststoffprodukten für die Medizintechnik hat die Tochter der internationalen Röchling-Gruppe seit 2017 nicht nur viele Millionen Euro für die Modernisierung und den Ausbau der Medical-Sparte und eine individuelle Reinraumtechnik ausgegeben, sondern auch gezielt in neue Köpfe investiert. Allein im vergangenen Jahr wurde die Mitarbeiterzahl mehr als verdoppelt. Ein klares Signal für einen Wachstumskurs – aber auch ein deutliches Bekenntnis für den Standort Brensbach, wo man sich weiterhin als attraktiver Arbeitgeber in einer spannenden Zukunftsbranche positionieren möchte.
Zu den Benefits für Mitarbeiter gehört die Beteiligung an der Job-Rad-Initiative: Angestellte suchen sich ihr Wunschmodell beim Fachhändler oder online aus. Der Arbeitgeber least das Rad und stellt es als sachbezogene Gehaltsumwandlung den Kollegen zur Verfügung, die damit zur Arbeit fahren oder es für Freizeit und Sport nutzen. Die Mitarbeiter genießen mehr Mobilität, bleiben fit und schonen die Umwelt. „Das harmoniert sehr gut mit unserem Leitbild“, sagt Claudia Ptak, für die das Gewinnen und Entwickeln von Mitarbeitern ein entscheidender Wettbewerbsfaktor und ein Vorteil auf dem hart umkämpften Arbeitsmarkt ist.
Emotionale Aspekte
Denn neben einer klar definierten Rolle im Unternehmen komme es auch auf die emotionalen Kriterien an, um Menschen zu überzeugen und zu binden. Dabei geht es um Vertrauen, Begeisterung und eine starke Identifikation mit der Firma als Ganzes und mit dem konkreten Team, in dem der Einzelne tätig ist. Eine kommunikative Atmosphäre und ein offener Austausch über alle Hierarchien hinweg sind nur zwei Aspekte, die eine gegenseitige Wertschätzung zum Ausdruck bringen.

Eine Kultur, die sich bereits im Kleinen offenbart: 2017 hatten Mitarbeiter in Brensbach einen beachtlichen Geldbetrag gesammelt, der von der Geschäftsführung noch aufgestockt wurde. Die Spende wurde einem örtlichen Kindergarten übergeben. „Als lange ansässiges Unternehmen ist es für uns selbstverständlich, gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen“, so Claudia Ptak, die sich um das humane Kapital am Standort kümmert. Das beginnt bereits beim Nachwuchs. Die Übernahmechancen sind nach Ende der Ausbildung überaus hoch. Viele Mitarbeiter sind Eigengewächse. Die allermeisten kommen aus der umliegenden Region. Darunter auch Quereinsteiger, denen das Unternehmen passgenaue Perspektiven bietet.
Motivierte Quereinsteiger
Zum Beispiel Daniel Gheorghe. Er hatte 2014 als Produktionshelfer bei Röchling angefangen. Zwei Jahre später wurde der gebürtige Rumäne Wartungsmitarbeiter, danach arbeitete er sich vom Einrichter bis zum Schichtführer hoch. Daniel Gheorghe hat nicht nur Verantwortung übernommen, sondern auch seine Sprachkenntnisse verbessert. Mit Unterstützung der Firma konnte er erfolgreich einen Deutschkurs abschließen. Durch weitere fachliche Weiterbildungen ist seine Zukunft im Unternehmen gesichert. „Es macht stolz, solche motivierten Mitarbeiter im Team zu haben“, betont Claudia Ptak.

Ganz anders die Biografie von Alfred Werkheiser. Der gelernte Grafikdesigner hatte jahrelang erfolgreich als selbstständiger Mediengestalter gearbeitet, mehrere Design-Wettbewerbe gewonnen und diverse Auszeichnungen erhalten. Weil er auch im Ruhestand noch aktiv am Berufsleben teilnehmen möchte, hat er bei Röchling als Fahrer angefangen.