Sprudelnde Quelle

Das reine Wasser trägt seine Herkunft schon im Namen: Seit 1931 sprudelt die Odenwald Quelle. Die Unternehmerfamilie Schmidt setzt auf Regionalität und Nachhaltigkeit.
Schon zur Zeit der Römer war sie bekannt und im heißen Sommer des Jahres 1929 wurde sie erstmals zur Gewinnung größerer Mengen von Trinkwasser angezapft: die Odenwald Quelle zwischen Heppenheim und Laudenbach, die aus tiefen Gesteinsschichten druckvoll ihr Wasser emporsprudelt.
1931 gründete Hans Strauch das Unternehmen, das heute rund 75 Millionen Liter Mineral- und Heilwasser pro Jahr fördert. Classic, Medium und Naturelle gehören ebenso zu den Lieblingsgetränken der Bewohner der Metropolregion Rhein-Neckar wie die Schorlen, Limonaden und Erfrischungen in Geschmacksrichtungen von Apfel über Zitrone und Rhabarber bis hin zu Ginseng-Birne-Kräuter – 45 verschiedene Produkte, die zum großen Teil in einem Radius von hundert Kilometern um die Heppenheimer Firmenzentrale getrunken werden. Regionaler geht’s nicht.
Und natürlicher und gesünder auch nicht: Seit 1979 gehört die Odenwälder Heilquelle zu den wenigen Heilwässern in Deutschland, deren gesundheitsfördernde Wirkung amtlich bestätigt ist – dank wertvoller Mineralstoffe und Spurenelemente wie Hydrogencarbonat oder Sulfat, mit denen sich das Wasser in den Gesteinsschichten des Odenwaldes über Jahrzehnte und Jahrhunderte angereichert hat. Abgefüllt wird das Heilwasser aus dem Hause Odenwald Quelle unter strengsten Kontrollen, schließlich ist es nach einem mehrjährigen Zertifizierungsprozess und fortlaufend überwacht, als Arzneimittel zugelassen.
Dass es die Marke, zu der auch die Finkenbach Quelle gehört, überhaupt noch gibt, ist zu großen Teilen einem Mannheimer Rechtsanwalt zu verdanken. Als der Actris-Konzern, der die Odenwald Quelle zwischenzeitlich übernommen hatte, 2009 den Verkauf plante, standen nicht nur ein Stück regionaler Identität auf dem Spiel, sondern auch 135 Arbeitsplätze. Andreas Schmidt übernahm den Betrieb und führt die Odenwald Quelle nun als alleiniger Gesellschafter. Der Anfang war hart, das verhehlt der Quereinsteiger nicht. Strukturen mussten geordnet, Abläufe optimiert, die Zahl der Mitarbeiter auf heute 120 reduziert werden – allerdings, und darauf ist Andreas Schmidt stolz, „ging das ohne betriebsbedingte Kündigungen“.
Heute ist Schmidt als Experte mit allen Wassern gewaschen und auch die firmeneigenen Produktionsanlagen sind modernisiert. Abgefüllt wird rund um die Uhr, in die klassischen Brunnenflaschen aus Glas ebenso wie in umweltfreundliche PET-Flaschen. Sie werden als so genannte „Preforms“ bei Odenwald Quelle angeliefert, vor Ort aufgeblasen und befüllt – und nach der Rückkehr als Leergut in einen Recycling-Kreislauf gegeben. Die nächste Preform enthält noch 75 Prozent einer alten Kunststoffflasche, „das ist ökologisch sinnvoll und hygienisch absolut sicher“, verdeutlicht Andreas Schmidt. Pro Stunde werden 36.000 Glas- und 24.000 PET-Flaschen am Stammsitz Heppenheim vollautomatisch abgefüllt, weitere 15.000 Glasflaschen laufen in Finkenbach über die Bänder.